Microgreens selbst anbauen

Ja, es ist nicht nur möglich, sondern auch wundervoll einfach. Selbst wenn du noch nie etwas mit dem Gärtnern am Hut hattest. Microgreens zuhause auf der Fensterbank selbst zu ziehen und damit dieses SuperFood immer zur Verfügung zu haben, ist das Beste, was du in der heutigen Zeit tun kannst. Und damit du auch gleich loslegen kannst, geben wir dir hier eine einfache Anleitung, wie du dein eigenes Mikrogrün anbaust.

Was brauche ich?

Anzuchterde. Zwar kannst du Microgreens auch auf Kokosmatten, Hanffasern oder anderen Naturmaterialien anbauen, doch einen bessern Geschmack und mehr Vitalität deiner Wunderzwerge erhältst du, wenn du ein nährstoffreiches Substrat verwendest, was dir auch das Nachdüngen erspart.

Eine optimale Anbautemperatur. Microgreens mögen es angenehm warm, 18-22 °C, und das möglichst gleichmäßig. Ist es zu warm, neigen Keimlinge zu erhöhten Pilz- oder Bakterienbefall und trocknen gleichzeitig schneller aus. Bei zu niedrigen Temperaturen nimmt die Pflanze grundsätzlich weniger Wasser auf, gedeiht dadurch also auch langsamer. Schimmelprobleme könnten hier auftreten.

Belüftung und ausreichend Licht. Das wertvolle Chlorophyll und die Vitalstoffe der Pflanzen bilden sich, wenn diese ausreichend Licht bekommen. Nach dem Abdecken (die ersten 3-4 Tage) sollte also z.B. eine helle Fensterbank vorhanden sein. Anderenfalls kannst du dir auch mit LED-Lampen mit Tageslichsprektrum aushelfen. Achte allerdings darauf, dass die kleinen Pflänzchen nicht sofort direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden, sonst können sie schnell verbrennen.

Und besonders in den letzten Tagen vor der Ernte ist das Belüften der kleinen Grünen sehr wichtig, um überschüssige Feuchtigkeit los zu werden. Somit vermeidest du von Anfang an effektiv Fäulnis.

Schritt für Schritt zum SuperFood-Farmer

Einweichen: Wir empfehlen dir größeres Saatgut, wie zum Beispiel Sonnenblumen, Erbsen oder Mangold vor dem Anbau 8-12 Stunden in Wasser einzuweichen.

Die Aussaat: Fülle eine Schale ca. 2-4 cm hoch mit guter Bio-Anzuchterde und erzeuge mit einem Andrücker (oder einfach einem Stück Holz) eine glatte und ebene Oberfläche, damit du anschließend das Saatgut gleichmäßig verteilen kannst und es sich nicht in Erdlöchern sammelt. Wie viel und wie dicht du die Saat verteilst, erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl und Erfahrung: Achte am besten darauf, dass Du grade so viel Saatgut nimmst, dass die Saatkörner nicht übereinander liegen, doch nimm auch nicht zu wenig, damit du deine Anbaufläche optimal ausnutzt. Damit die Samen Erdkontakt haben, drückst du es nach dem Verteilen am besten nochmal mit einem Andrücker leicht an.

Nun gilt es, deine Aussaat zu befeuchten (am besten mit einem Handsprüher). Auch hier ist wieder Fingerspitzengefühl gefragt: bitte wässere nicht zu viel, da sonst alles überschwemmt, aber auch nicht zu wenig, damit alle Samen und die Erde feucht genug sind.

Die Keimung: Nun musst du deine Anzuchtschale nur noch abdecken, am besten mit einem lichtundurchlässigem Tuch. Dies sorgt dafür, dass genügend Luftfeuchtigkeit in deiner Schale entsteht und die Saaten die benötigte Dunkelheit bekommen, die sie zum optimalen Keimen brauchen. Bei Lichtkeimer kannst du die Schale auch einfach offen stehen lassen oder deckst sie mit einer Klarsichtfolie ab. Wenn du sie offen lässt, achte aber bitte unbedingt darauf, dass deine Saat nicht zu trocken wird. Auf jeden Fall solltest du täglich nachschauen, ob die Erde und damit die Keimlinge feucht genug sind. Wenn nicht, einfach wieder einsprühen.

Abdeckung entfernen: Nach ca. 3-4 Tagen sollten alle Keimlinge gekeimt sein und eine Höhe von ca. 1-3 cm erreicht haben. Dann kannst Du die Abdeckung abnehmen. Ab jetzt bitte verstärkt ein Auge darauf haben, ob es feucht genug in der Schale ist. Ist deine Schale mit Löchern an der Unterseite versehen, stellst du sie zum Wässern am besten für ungefähr eine halbe Stunde in eine andere Schale mit Wasser und lässt sie wie von selbst auftanken. Ungelochte Schalen kannst du auch mit einem Handsprüher bewässern, dies ist bei robusten Microgreens wie Sonnenblumen, Erbsen etc. auch problemlos möglich. Vorsichtiger solltest Du bei feinem Mikrogrün wie Brokkoli, Amaranth und Ähnlichem sein, diese mögen Feuchtigkeit an ihren Blättern nicht so und neigen schneller zu Fäulnis.

Die Ernte: Bis zur Ernte ist nun nur noch eine regelmäßige Bewässerung notwendig. Danach kannst du deine Microgreens je nach Sorte im gewünschten Zeitraum ernten und genießen!

Wir wünschen viel Freude beim selbst anbauen deiner Microgreens und guten Appetit!

Zum Schluss noch ein Hinweis: Es gibt zahllose Varianten Microgreens anzubauen, dies ist nur eine davon. Siehe es nicht als vollständige Bedienungsanleitung, sondern eher als groben Leitfaden. Probiere einfach viel aus, lasse deiner Kreativität freien Lauf und finde deinen für dich besten Weg. Und falls es einmal nichts wird, verzage nicht, das nächste Mal wird es sicher wieder besser klappen!

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