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Spinat ist nicht gleich Spinat – eine Studie aus New Jersey

Vergleich des Nährstoffgehalts zwischen Mikrogrün-Spinat und auf dem Feld ausgewachsenem Spinat

Das „Ethnic Crops Research Program“ der Rutgers Universität in New Jersey ist daran interessiert, den Nährwert von ethnischen Spitzenkulturen in verschiedenen Versuchen zu dokumentieren. Im Versuch wurde Spinat als Mikro-/Babygrün und Spinat in Form von Freilandgemüse verglichen. Ziel war es, die ernährungsphysiologische Qualität der beiden Anbauarten ins Verhältnis zu setzen, einschließlich der verdaulichen Kohlenhydrate, des verdaulichem Proteins, des Gesamtfetts, der Ballaststoffe und der elementaren Makro- und Mikronährstoffe.

Im Gewächshaus wurden Microgreens bis zum frühen Baby-Green-Stadium erweitert. Aus diesem Grund wurde in dieser Studie die Nomenklatur „Micro/Baby-Green“ verwendet, um die im Gewächshaus aufgezogenen Pflanzensetzlinge zu beschreiben.

Das Ergebnis

Basierend auf Trockengewichtsanalysen enthält Spinat-Microgreen höhere Mengen an verdaulichem Protein, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen, Mangan und Zink. Dafür geringe Mengen an verdaulichen Kohlenhydraten und Kalzium, im Vergleich zum ausgewachsenem Spinat auf dem Feld. Blattgewebe beider Arten enthalten relativ wenig Gesamtfett, Kalzium und Kupfer.

Spinat ist nicht gleich Spinat - eine Studie aus New Jersey
Spinat-Mikrogrün
Spinat-Mikrogrün

Microgreens gehören zur Gruppe der pflanzlichen Lebensmittel, die als „Functional Foods“ klassifiziert werden, da sie über ihren normalen Nährwert hinaus besondere gesundheitsfördernde oder krankheitsvorbeugende Eigenschaften besitzen. Morphologisch sind Microgreens Pflanzensämlinge, die sich zwischen dem Keimblatt und den ersten vollständig ausgebildeten primären Blattwachstumsstadien befinden.

Bei Pflanzen mit winzigen Sämlingen, wie Spinat, kann das Mikrogrün-Wachstumsstadium etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen sein als das des ersten echten Blattstadium.

Sprossen benötigen für ihren Wachstumsprozess ausschließlich Wasser, Luft und Nahrungsreserven in den Keimblättern (bei zweikeimblättrigen Pflanzen) oder im Endosperm (bei einkeimblättrigen Pflanzen). Microgreens benötigen zusätzlich zu diesen Elementen noch Licht für die Photosynthese und Nährstoffe aus dem Nährmedium.

Microgreens gewinnen weltweit allmählich an kommerzieller Aufmerksamkeit, als nährstoffreiche Sämlinge, die im Vergleich zu reifem Gemüse hohe Nähr-und Gesundheitswerte bei relativ geringen Verzehrmengen liefern können. Es ist wünschenswert, diese nährstoffreichen Pflanzenquellen in unseren Lebensmittelkorb aufzunehmen, um die Vitalität unserer Arbeitskräfte zu fördern und unsere Agrarwirtschaft zu verbessern.

Das Fazit

Die Züchtung von Microgrün ist nicht kompliziert und kann unter relativ einfachen Umständen angewendet werden, vorausgesetzt es gibt ausreichendes Licht, Wasser, Nährstoffversorgung, zuverlässiges Saatgut und gute Quellen für qualitativ hochwertige Wachstumsmedien.

Mikrogrün ist zudem weniger anfällig für microbiologische Lebensmittelsicherheitsprobleme, im Vergleich zu Sprossen, wodurch sie von der allgemeinen Bevölkerung besser angenommen werden. Abhängig von der verwendeten Pflanze kann der Wachstumszyklus nur 10 Tage oder weniger betragen.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8619766/

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Co-Founder & CEO | WunderZwerg | letzte Beiträge

Mit seinem Diplom als ganzheitlicher Ernährungstrainer, dem Bsc. Lebensmitteltechnologie und Ernährung und durch seine jahrelangen Forschungen und Erfahrungen mit Sprossen und Mikrogrün ist Markus der beste Ansprechpartner bei Fragen rund um die WunderZwerge. Du kannst ihn als persönlichen Coach buchen oder dich von ihm beraten lassen. Er recherchiert und forscht unermüdlich für den Ausbau unserer Wissensdatenbank und bastelt ständig an Webinaren, Seminaren, eBooks und so einigem mehr, was einen Einstieg und das Vertiefen in die Welt der Microgreens und Sprossen erleichtern soll. Auch in der Entwicklung neuer Produkte hält er sich keinesfalls zurück!

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