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Neun Tage gekeimt: Süßlupine steigert seinen Nährwert um bis zu 450%

gekeimte Süßlupine

Beim Wort „Lupine“ kommen einem die farbenfrohen Blüten in den Sinn, sofern man mit dem Namen direkt etwas anfangen kann. Die Vertreterin der Schmetterlingsblütler kann aber weitaus mehr, als bloß nett aussehen. Wissenschaftliche Daten rund um den Globus zeigen, dass das Korn der Süßlupine ein ideales Nährstoffprofil aufweist und sich bestens für den menschlichen Verzehr eignet.

Süßlupine als hervorragende Eiweißquelle

Eiweiße sind bekanntlich für eine straffe und zarte Haut, für schönes Haar und für eine starke Muskulatur verantwortlich. Viele Hormone sowie körpereigene Enzyme bestehen vorwiegend aus Eiweißen und für ein leistungsfähiges Immunsystem sind sie von großer Wichtigkeit. Die Süßlupine ist protein- und ballaststoffhaltig und enthält nur wenig Fett und Stärke. Sie ist somit eine hervorragende Eiweißquelle, noch dazu erhöht sich ihr Eiweißgehalt beim Keimvorgang, wie sich in wissenschaftlichen Arbeiten zeigt:

In einer Studie wurden die Nährwertveränderungen während einer Keimdauer von 9 Tagen festgehalten und den ungekeimten Süßlupinen gegenübergestellt. Durch die Keimung erhöhten sich der Ballaststoffgehalt um 450% und der Proteingehalt um 38%. Der Fettgehalt reduzierte sich um 70% innerhalb von 9 Tagen. Die Steigerung des Proteingehalts durch die Keimung konnte zuvor auch schon bei Sojabohnen, Mungbohnen, Linsen und Bockshornklee festgestellt werden.

(Rumiyati, 2012 S. 1-3)

Die Nährwertsteigerung bei der Keimung von Süßlupine im Detail

ProbenProtein pro 100gFett pro 100gBallaststoffe pro 100g
Rohe
Süßlupine
44,1 g6,4 g1,6 g
Tag 148,3 g6,7 g2,2 g
Tag 350,4 g4,6 g3,5 g
Tag 554,0 g3,1 g5,4 g
Tag 756,7 g2,3 g7,4 g
Tag 961,0 g1,9 g8,9 g
Veränderung des Närhstoffgehaltes durch die Keimung

Rumiyati, 2012 S. 3

Effektiv und günstig


Die Keimung zeigt also eine effektive und günstige Variante, den Nährstoffgehalt von Süßlupinen zu erhöhen. Im Gegensatz zu tierischen Eiweißquellen ist sie gänzlich cholesterinfrei und verfügt über einen sehr hohen Anteil an gesunden ungesättigten Fettsäuren – ein weiterer Pluspunkt vor allem für Menschen, deren Blutfettwerte zu hoch sind.

Hinweis:
Die Lupine, die am Wegesrand wächst ist definitiv giftig – und das nicht zu knapp. Wichtig zu erwähnen ist,  dass sich die Süßlupine von den normal bekannten Lupinen deutlich unterscheidet und eigens gezüchtet werden.

Fazit

Süßlupinensamen sind eiweißreich und leicht verdaulich. Die Keimung zu Sprossen & Microgreens ist eine hervorragende Variante, den Eiweißgehalt zusätzlich zu erhöhen und Antinährstoffe, die dem Samen als Fraßschutz dienen, abzubauen.

Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29058428

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